Depression

Mit Spiritualität bezwinge ich die Depression

Was hilft mir wirklich?

In diesem Beitrag erzähle ich dir genau, was Spiritualität für mich bedeutet und was sie mit meiner Depression zu tun hat. 

Nach der Diagnose leitete ich mehrere Schritte in die Wege. Der erste Schritt war die Suche nach einem Therapeuten. Ich habe eingesehen, dass ich krank bin und Hilfe benötige. Ich wusste, dass ich das nicht alleine schaffe. Ich war mir aber sicher, dass ich die Depression bekämpfen will, denn das war ein unerträglicher Zustand. Es war alles so trist, so dunkel, so hoffnungslos. Meine Stimme hat sich verändert, mein Energielevel ist rapide gesunken, meine Augen wurden gläsern. Das ist mir sofort aufgefallen. Mein Körper hat sich auf die Depression eingestellt, was mir große Angst bereitete.

Jeden Tag meditieren

Parallel integrierte ich meine Meditationspraxis in den Alltag und setzte mich intensiv mit Spiritualität auseinander. Ich nahm mir vor, jeden Tag nach dem Aufstehen zu meditieren. Dafür habe ich unterschiedliche Quellen wie Spotify, Youtube und Headspace benutzt. Mittlerweile gibt es Unmengen von kostenlosen Meditationen im Netz. Dazu werde ich zu einem späteren Zeitpunkt noch näher eingehen.

Ich bin also zur ersten Therapeutin und erzählte ihr meine Geschichte. Gleich nach fünf Minuten musste ich losweinen und konnte die Tränen kaum halten. Es war meine erste Stunde bei einer Therapeutin und ich war total überfordert. Es war merkwürdig und ich fühlte mich überhaupt nicht wohl und verstanden. Die Therapeutin war nett, aber sie wirkte auf mich, wie soll ich sagen, zu verständnisvoll. Also wartete ich den Termin beim zweiten Therapeuten ab. 

Was hilft mir wirklich?

In der Zwischenzeit setzte ich die anderen Hebel in Bewegung: Sport, Yoga, Spiritualität. Ich startete mit Meditation und täglichen, kurzen Spaziergängen, um eine Routine aufzubauen. Zugegeben, in den ersten Wochen war nicht an Sport oder Yoga zu denken. Ich war froh, dass ich es geschafft habe aufzustehen. Aber Spiritualität wurde zum festen Bestandteil meines Tages.

Versteh mich nicht falsch, ich bin nicht religiös oder esoterisch, ganz im Gegenteil. Doch Spiritualität erinnert mich daran, wer ich bin und zu was ich fähig bin. Es war unfassbar wichtig, mir das jeden Tag ins Bewusstsein zu rufen. Mir jeden Tag einzureden, dass ich das schaffe. Mir sicher zu sein, dass ich stärker hervorkomme. Es ging darum, mich immer wieder zu beruhigen, jeden Tag. Ob das eine Meditation, Atemübung oder sonst was ist, ich habe sehr schnell gemerkt, dass die spirituelle Praxis sehr gegen die Depression hilft. 

Auch Yoga zähle ich dazu, denn bleibe ich hier komplett bei mir, komme in Bewegung und lerne, mich anzuerkennen und dankbar zu sein. Ich stimuliere unterschiedliche Muskelgruppen und Bereiche meines Körpers, die meiner Seele guttun. 

Mit dem Sport habe ich dann nach einigen Wochen wieder angefangen, allerdings in einem sehr langsamen Tempo. Aber die Tatsache, dass das fester Bestandteil meine Tages war, hilft mir auch heute, im Gleichgewicht zu bleiben. Sobald ich mehrere Wochen darauf verzichte, gerate ich aus dem Gleichgewicht. Für mich ist es unfassbar wichtig, meine Routinen zu erhalten. Nicht nur, um einen Rückfall zu vermeiden. Es ist für mich, für mein Wohlbefinden, für mein inneres Glück. 

Im nächsten Beitrag erzähle ich von meinen Stolpersteinen und den Ablauf der Therapie. 

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