Über mich

Schön, dass du da bist und willkommen auf meinem Blog!

Ich bin Fabio und ich möchte dir von meiner Depression erzählen. Wieso ich das tue? Weil ich von einer positiven Erfahrung erzählen möchte, um dich zu ermutigen, auch darüber zu sprechen. Um möglichst viele dazu zu ermutigen, offen mit dem Thema umzugehen. Leider schwebt über das Thema Depression noch eine sehr dunkle Wolke. Es gibt nicht viele, die darüber reden wollen, oder zumindest nicht genug. Es passt nicht in die Gesellschaft, Schwäche zu zeigen. Es passt nicht in die Gesellschaft, sich verletzlich und angeschlagen zu präsentieren. Was passiert dadurch? Menschen behalten ihre Probleme für sich. Sie reden nicht darüber, sie suchen sich keine Hilfe. Bis sie irgendwann daran ersticken. Bis sie irgendwann ihr Leben beenden, weil sie keinen anderen Ausweg sehen. 

Und hier beginnt meine Aufgabe. Ich rede offen über den Schmerz, die Tränen, die Trauer, die Hilflosigkeit – denn genau so habe ich es geschafft, von der Depression zu profitieren. Genau so habe ich es geschafft, mich selbst zu heilen. Es ist doch so: Ich treffe jede Entscheidung meines Lebens selbst. Dabei ist es völlig egal, ob es positive oder negative sind. Die Depression war die Konsequenz aus meinem bisherigen Leben, meinen bisherigen Entscheidungen. Die Depression hat aber auch seine Funktion. Sie zeigt, was im Leben falsch läuft. Sie zeigt mir, dass es so nicht weitergeht. Und das ist ein großes Geschenk. 

Jeder Mensch hat im Laufe des Lebens sein Päckchen zu tragen. Das eine ist schwerer, das andere leichter. Doch jeder, wirklich jeder, hat seine Themen und Probleme, die bearbeitet werden wollen. Ich habe lange Zeit weggesehen und meine Probleme ignoriert, sie nicht als wichtig erachtet. Mir ging es ja im Grunde gut, von außen betrachtet. Ich hatte einen tollen Job in München, hatte finanziell keine Probleme und eine hohe Lebensqualität. Aber ich habe mich dabei selbst verloren. Ich habe mich so weit von mir selbst entfernt, bis die Depression mich irgendwann eingeholt hat. Ich habe nicht mein Leben gelebt. Ich habe nicht das getan, was ich wirklich wollte. Aber ich möchte jetzt noch nicht zu viel verraten. 

Was ich damit sagen will: Ich habe wohl eine der schwierigsten persönlichen Grenzerfahrungen erlebt und hatte auch hier eine Wahl – entweder weiter leiden oder etwas tun. Etwas tun, damit ich irgendwann nicht mehr leide. Etwas tun, damit es mir besser geht, damit ich zu mir selbst finde. Ich habe die Krankheit angenommen und war dadurch in der Lage, von ihr zu profitieren. Ich wollte sie nicht nur überstehen, ich wollte stärker hervorkommen. Ich werde hier meine wertvollsten Tipps und Tools mit dir teilen und ganz offen darüber reden, denn eine Depression ist kein Tabu, kein Stigma – es ist eine Möglichkeit, sein Leben positiv zu verändern.