Depression

Die richtige Einstellung

Die richtige Einstellung zur Depression

Heute geht es mir super. Die Depression als Krankheit habe ich schon lange akzeptiert und angenommen. Die ersten Symptome gingen nach wenigen Monaten zurück und ich habe unheimlich schnell Fortschritte gemacht. Deshalb erreicht mich heute noch sehr oft die Frage, wie ich das geschafft habe. Und um ganz ehrlich zu sein, ich denke auch sehr oft an diese Zeit zurück, überlege immer wieder, was ich genau getan habe, um so schnell wieder aus dem Loch herauszukommen. Ich lande immer wieder bei einem ähnlichen Ergebnis. 

In der Zeit im Januar, als es mir so unfassbar schlecht ging, ahnte ich schon ein bisschen, dass ich eine psychische Erkrankung habe. Ich wollte wissen, wieso ich mich so fühle. Als ich realisiert habe, dass es sich um eine Depression handelt, habe ich genau in diesem Moment auch eine Entscheidung getroffen: Ich überstehe diese Phase und dann geht es mir besser als je zuvor. Es war eine Manifestation. Ich habe mir selbst gesagt: “Fabio, das wird jetzt die Hölle, da musst du jetzt durch. Es bringt nichts, dich zu wehren – dafür ist es zu spät. Aber du schaffst das. Du bist stark.”

Akzeptiere die Depression

Von da an war es meine Aufgabe, es zuzulassen, um zu heilen. Ich habe die Depression von Anfang an akzeptiert und nicht infrage gestellt. Zuerst ging es für mich um mein Überleben. Es war meine Entscheidung, alles zu tun, um wieder gesund zu werden. Meine Motivation war dabei genau dieser depressiver Zustand, der mich lange Zeit in die Knie zwang. Ein normales Leben war nicht möglich. Ich konnte niemanden sehen oder gar ein Gespräch führen. Ich fühlte mich nur ganz alleine sicher und ok. Mein Leben kann mehr als das.

Es war meine Einstellung, meine Manifestation, diese Depression zu überstehen. Dann begann der harte Weg, die harte Arbeit durch diese Krise. Natürlich reicht es nicht aus, mit der “richtigen Einstellung die Depression zu überstehen. Es ist immer noch eine Krankheit, die mindestens eine Therapie und eine ganze Menge mehr erfordert, darauf gehe ich in meinen nächsten Blog-Beiträgen näher ein. 

Die Parasiten im Kopf

Es ist ein täglicher, unfassbarer Kampf mit den Parasiten im Kopf, wie es Don Miguel Ruiz in den “Vier Versprechen” so schön beschreibt. Es ist niemals leicht, seine ganzen Überzeugen und Haltungen komplett über Bord zu werfen. Es ist extrem hart, 31 Jahre alte Verhaltensweisen zu hinterfragen und die Parasiten im Kopf zu finden. Das habe ich auch nie behauptet. Wenn du das so verstehst, ist meine Message nicht angekommen. 

Wenn du eine schwere körperliche Erkrankung hast, musst du dich auch ausruhen, gesund ernähren, bewegen und dir überlegen, wie du dein Leben umstellst. Eine psychische Erkrankung sieht man oft nicht von Außen – aber siehst du sie denn und behandelst sie auch als solche? Es erfordert, das eigene Leben zu verändern und Gewohnheiten zu brechen. Und erst dann schafft man die Grundvoraussetzung. Genau das habe ich getan, genau das rettet mich und genau das möchte ich dir hier mitteilen. Und trotzdem falle ich auch immer wieder hin. 

Mit meiner Einstellung habe ich den Grundstein gelegt. Den Grundstein für das Leben, das für mich vorgesehen ist – voller Zufriedenheit und Vertrauen statt Angst und Misstrauen. 

Was denkst du darüber?

Großartig
0
Super
0
Toll
0
Geht so
0
Gefällt mir nicht
0

Hinterlasse ein Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Next Article:

0 %